Werbung bis 1900

Literaturquelle: Anne Buscha und Syilvia Szita, Begegnungn Deutsch als Fremdsprache, 2013

Historiker sind der Meinung, dass Werbung schon sehr alt ist. Geht man von der Definition aus, dass Werbubg „alle Maßnahmen zur Absatzförderung“ umfasst, gab es tatsächlich schonim alten Ägypten vor 6000 Jahren Werbung. Dazu zählen zum Beispiel kommerzielle Werbetafeln aus Stein, die man in den Ruinen von Pompeji gefunden hat, oder die Marktschreier, die früher von Markt zu Markt zogen und laut ihre Produkte zum Verkauf anboten.

 

Die Moderne Werbung begann aber ers im 17. Jahrhundert mit der Geburt der ersten Tages-zeitung 1650 in Leipzig. Endlich gab es ein pasendes Medium zur Verbreitung der Werbung. Neben der Werbung in Zeitungen entstanden schnell spezielle Werbezeitungen, in die Händler gegen Bezahlung ihre Waren eintragen konnten. Diese Werbezeitungen standen unter staatlicher Kontrolle und der Staat verdiente bei jeder Anzeige mit. Um noch mehr Geld zu verdienen, hat König Friedrich Wilhelm I. die Werbung in Tageszeitungen sogar ganz verboten. Erst 1850 nach der Einführung der Pressefreiheit durften Tageszeitungen wieder Werbeaunzeigen drucken.

 

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts veränderte sich die Werbung. Am Anfang haten die Anzeigen mehr den Charakter von Produktbeschreibungen, ab 1870 wurde sie immer fantasiecoller. Die Werbung begann, sich an specialle soziale Schichten zu richten. Heute nennt man das Zielgruppenwerbung. Es entstand der erste Boom in der Werbebranche. Der Anzeigenteil nahm in den Zeitungen immer mehr Platz ein, der Anteil aktueller Berichte oder Nachrichten wurde immer kleiner. Gegen 1900 bestanden in einigen Großstädten die Zeitungen bis zu 80 % aus Werbung.

Um die Jahrhundertwende starteten Unternehmen wie Maggi oder Nivea große Werbekampagnen, um ihre Produkte als Marken zu etablieren. Aus diesen frühen Werbeaktionen der Industrie entsanden berühmte Markennamen, die noch heute oft mit Produktnamen gleichgesetzt werden (Nivea = Hautcreme, Maggi = Supenwürze). In dieser Zeit versuchten die Firmen erstmals, Wünsche bei den Konsumenten zu wecken. Die Werbung stellte nicht nur das Produkt in schönen Bilder dar, sondern sie wollte den Konsumenten auch davon überzeugen, dass er das Produkt unbedingt braucht. Eine weitere Entwicklung dieser Zeit war die Etablierung von Scheinwelten. Das Produkt wurde mit Träumen und Wünschen, die beim Kauf in Erfüllung gehen.Die Werbung begann, mit den Träumen der Menschen zu spielen.

 



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